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MeSiB: Mehr Sicherheit und Schutz für die häusliche Beatmungspflege

21.06.2017 06:27
Im Forschungsprojekt "Mehr Sicherheit für die häusliche Beatmungspflege (MeSiB)" wird ein umfassendes Sicherheits- und Schutzkonzept für Patienten, informell Pflegende und professionell Pflegende in der Heimbeatmung entwickelt. Gefördert wird das Verbundprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

In den kommenden drei Jahren erarbeitet ein Konsortium unter der Führung der IQ.medworks GmbH ein integratives Gesamtkonzept, das auf drei Säulen basiert: einem erweiterten Schulungskonzept für das Überleitmanagement von der Klinik in die häusliche Umgebung und für den Umgang mit neuen technischen Komponenten, der Verbesserung der ärztlichen Verfügbarkeit durch Einbindung telemedizinischer Verfahren sowie der Entwicklung von Modellen, die es erlauben, frühzeitig kritische Situationen im medizinischen wie technischen Kontext zu erkennen.

Ziel ist es, die Patienten in der Regel Hochrisikopatienten noch sicherer in ihrem häuslichen Umfeld zu betreuen sowie die in den Pflegeprozess eingebundenen Pflegenden zu entlasten. Begleitet wird das Forschungsprojekt durch eine empirisch-ethische Evaluation, die Herausforderungen und Bedürfnisse der Patienten und der pflegenden Angehörigen sowie der Pflegefachkräfte untersucht. Diese Ergebnisse fließen direkt in den Forschungsprozess ein.

Bedeutung der häuslichen Pflege

Viele chronisch kranke Patienten mit zum Beispiel Amyotropher Lateralsklerose (ALS) oder chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD), aber auch Unfallopfer mit einer hohen Querschnittslähmung leiden unter einer dauerhaft eingeschränkten und damit lebensgefährdenden Atem- und Lungenfunktion. Unter Langzeitbeatmung beträgt die Lebenserwartung dieser Patientengruppe häufig Jahre oder Jahrzehnte. Der Einsatz von geeigneten Technologien für die häusliche Umgebung, verbunden mit ambulanter Intensivpflege, ermöglicht den Patienten vielfach eine Rückkehr in die vertraute häusliche Umgebung. Dies trägt erheblich zur Lebensqualität und zur Autonomie der Familie bei. Andererseits stellt die existenzielle Abhängigkeit des beatmeten Patienten von dem ihn umgebenden sozio-technischen System aus Mensch und Technik für die professionelle Pflege, aber vor allem für die informell Pflegenden (Angehörige, Laien) eine große Verantwortung dar.

Das Forschungsprojekt MeSiB

Das BMBF-Forschungsprojekt wird realisiert von einem interdisziplinären Konsortium unter der Führung der IQ.medworks GmbH. Beteiligt sind darüber hinaus die Universitäten Oldenburg und Greifswald, OFFIS - Institut für Informatik, die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V./Regionalverband Weser-Ems, der Pflegedienst triage - außerklinische Intensivpflege GmbH und das Pius-Hospital Oldenburg.

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