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Michalk: Pflegereform zeigt erste Wirkung

22.09.2017 08:20
Seit Inkrafttreten der Pflegereform Anfang des Jahres ist die Zahl der Menschen mit Leistungen aus der Pflegeversicherung stark angestiegen. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk:

"Unsere dreistufige Pflegereform, die wir 2015 begonnen und 2017 abgeschlossen haben, zeigt erste Wirkungen. Seit Anfang des Jahres haben alle Pflegebedürftigen den gleichen Zugang zur Pflegeversicherung - unabhängig davon, ob sie körperlich, geistig oder psychisch eingeschränkt sind. Davon profitieren vor allem Demenzkranke. Die neu eingeführten fünf Pflegegrade erlauben auch eine stärkere Differenzierung bei der Beurteilung der Alltagskompetenz dieser Menschen als die vorherigen drei Pflegestufen. Auf diese Reform ist der Anstieg der Zahlen zurückzuführen.

Die meisten Pflegebedürftigen bekommen außerdem mehr Pflegeleistungen als bisher zuerkannt. Auch einfachere Betreuungsleistungen wie Einkaufen oder Wäschewaschen, die mittlerweile alle Pflegedienste anbieten, werden häufiger genehmigt. Infolge der Reform stehen pro Jahr mehr als fünf Milliarden Euro zusätzlich für die Pflege zur Verfügung.

Des Weiteren haben wir die Rehabilitation gestärkt, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Mit dem neuen Begutachtungsinstrument zur Einstufung in die Pflegegrade kann man viel leichter klären, ob und welche Maßnahmen der Prävention und der Rehabilitation angezeigt sind.

Damit Pflegebedürftige so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben können, finanzieren wir Umbaumaßnahme bis zu 4.000 Euro, zum Beispiel für die Verbreiterung einer Tür oder für einen Badumbau.

All diese Leistungen werden durch eine Beitragserhöhung von 0,5 Prozent finanziert. Dass es dagegen keinerlei Protest gab, zeigt die Wertschätzung in der Bevölkerung für die Pflege. Ein Anteil von 0,1 Prozentpunkten der Mehreinnahmen - das sind rund 1,2 Milliarden Euro - wird jährlich angespart, um ab 2035 anfallende Pflegeleistungen für künftige Generationen zu finanzieren. Wer diese Reserve für den aktuellen Pflegebedarf einsetzen will, versündigt sich an den Generationen der Zukunft.

Ein Problem ist nach wie vor der Mangel an Pflegekräften. Hier stehen wir noch vor großen Aufgaben. Allerdings hat sich die Personalausstattung in den Pflegeeinrichtungen dank der bereitgestellten Mittel bereits verbessert."

Bildquelle: Laurence Chaperon

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