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Modellprojekt für Intensivpflegebedürftiger Patienten gestartet

08.09.2017 13:02
Ein Modellprojekt in Dessau zeigt, wie die komplexe Rundum-Betreuung Intensivpflegebedürftiger Patienten funktionieren kann. Durch die Vernetzung einer stationären Pflegeeinrichtung mit spezialisiertem Wohnbereich und den intensivmedizinischen Angeboten eines Krankenhauses wird die Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams gewährleistet. „Ein sehr vielversprechender Ansatz“, lobte die Sozialministerin Sachsen-Anhalts, Petra Grimm-Benne, bei einem Besuch vor Ort.

Das landesweite Projekt „SAPI – Spezialisierte außerklinische Pflegeeinrichtungen für Intensivpflege“ der AOK versucht, die bestmögliche Pflege- und Lebensqualität für die Patienten zu erreichen und bietet nach eigenen Angaben hohe Transparenz und Versorgungsqualität durch umfassende Prüf- und Kontrollmechanismen. Denn die aufwändige Pflege und Betreuung von Intensivpflegebedürftigen führe zu hohen monatlichen Leistungen der Krankenkasse und locke damit gegebenenfalls auch Leistungserbringer mit zweifelhaften Absichten an.

„Das Ziel des Projekts ist nicht, die Patientinnen und Patienten so lange wie möglich pflegebedürftig und damit gewinnbringend zu halten, sondern sie bestmöglich zu betreuen und ihren Zustand zu verbessern“, erklärt Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt.

Das Projekt setzt darauf, dass es regional spezialisierte Pflegeeinrichtungen mit einem besonderen Bereich für die Intensivpflege gibt, in der die Versorgung durch Ärzte und auf Intensivpflege spezialisiertes Pflegepersonal gut gewährleistet ist. Dabei kooperieren die stationären Pflegeeinrichtungen mit einem Krankenhaus in der Nähe, das Know-how, ärztliche Visiten und eine ärztliche Rund-um-die-Uhr-Einsatzbereitschaft sicherstellt.

Neben dem besichtigten Standort in Dessau existieren solche auf Intensivpflege spezialisierten stationären Pflegeeinrichtungen mit der Anbindung zu einem Krankenhaus auch in Magdeburg, Halle (Saale) und Quedlinburg. Grimm-Benne: „Intensivpflegepatienten brauchen spezielle Hilfe. Das Modell zeigt, wie die komplexe Versorgungssituation optimal zum Wohle der Betroffenen gestaltet werden kann.“

Bei einem Besuch einer Pilot-Einrichtung in Dessau diskutierte die Ministerin am 7. September mit Medizinern und dem Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt, die das Projekt gestartet hat.

Bildquelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Sachsen-Anhalt

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