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Editorial

Pflegepersonalbemessung für die Langzeitpflege

>> Titelinterview mit Professor Dr. Heinz Rothgang, Universität Bremen

Im Herbst 2019 präsentiert die Projektgruppe um Professor Rothgang „ein einheitliches Personalbemessungsinstrument für die Langzeitpflege“, ein mathematisches Modell, „das für Pflegeheime in Abhängigkeit von deren Bewohnerstruktur die bedarfsgerechte Pflegepersonalmenge und Struktur ausweist“. Dieses Modell wurde in Pflegeeinrichtungen empirisch abgesichert. Das wird dazu beitragen, ein „flächendeckendes Bemessungsinstrument in der Gesetzgebung zu verankern“, wie es in der Konzentrierten Aktion Pflege vorgesehen ist. Dadurch muss eine „auskömmliche Personalbemessung“ erreicht werden. Zusätzlich geht es um bessere Bezahlung, auch um „das Lohngefälle zwischen Krankenhäusern und Dauerpflegeeinrichtungen aufzuheben.“

Für die Umsetzung braucht es allerdings Zeit. „Hier reden wir wohl von einem Zeitraum von insgesamt ein bis zwei Legislaturperioden.“ Vorbildliche Pflegeforschung, die aufgrund ihrer Evidenzbasierung eine gute Grundlage für politische und Management-Entscheidungen sein kann.

Studie der Hans-Böckler-Stiftung zur Tarif- und Lohnpolitik in der Altenpflege

Mit der Verbesserung der Verdienstsituation in der Altenpflege beschäftigt sich die Studie „Zwischen Aufwertung, Abwertung und Polarisierung. Chancen der Tarif- und Lohnpolitik für eine arbeitspolitische „High-Road-Strategie in der Altenpflege“. Dabei betrachten die Studienautorinnen Michaela Evans und Christine Ludwig Lohnniveau, Lohnentwicklung und Lohnverteilung.

TK-Gesundheitsreport 2019: Gesundheitliche Situation der Pflegekräfte

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Daten zur Arbeitsunfähigkeit sowie zu Arzneimittelverordnungen von Berufstätigen in der Pflege analysiert und mit den Daten anderer Berufsgruppen verglichen: „So geht’s Deutschlands Pflegekräften“.

Studie zur Versorgung mit Inkontinenzprodukten

Die AOK-Baden-Württemberg hat eine Versichertenbefragung zur Versorgung mit Inkontinenzprodukten durchgeführt. Ergebnis: „Qualität gut, Beratung könnte besser sein.“

Wissenschaftliche Beiträge

Schaefer u.a. betrachten die Digitalisierung des Gesundheitssektor für ältere Menschen aus ethischer Perspektive. Der Zugang zu digitalen Dienstleistungen ist ein Problem. Zum anderen müssen therapeutisch-prädiktive Analysen mithilfe künstlicher Intelligenz für Ältere transparent und angemessen kommuniziert werden. Ältere brauchen einen besonderen Schutz, weil sie meist auf Empfehlungen und Hilfe von Organisationen und von Vertrauenspersonen angewiesen sind.

Porzsolt u.a. fassen den Stand der Diskussion zu Möglichkeiten zur Beseitigung des Pflegenotstands zusammen. Sie diskutieren unter anderem die Möglichkeit, vor der Akademisierung der Ausbildung eine Spezialisierung anzubieten, die sich an konkreten Versorgungsproblemen orientiert. Dadurch könnte die Bereitschaft der Pflegemanager steigen, konkrete Stellen entsprechend dieser Spezialisierungen auszuschreiben. Dies würde die Akademisierung erleichtern. Zusätzlich sind zwei weitere Maßnahmen kurzfristig nötig: Anwerbung ausländischer Pflegekräfte und Verbesserung der Vergütung für Pflegekräfte. Mittelfristig müssen eine Steigerung der Eigenverantwortung sowie bedarfsorientierte Zusatzqualifikation dazukommen.

Ich wünsche Ihnen interessante Lektüre und einen wunderbaren Sommer. <<

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“

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Aktuelle Ausgabe

„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und spectrumK publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier übernommen. Redaktionsleiterin ist Kerstin Müller M.A.

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