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Pflege als Beruf ist attraktiv und sinnstiftend

>>Titelinterview mit Professor Michael Isfort, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

„Es fehlt eine übergreifende Pflegeberichterstattung in Deutschland – eigentlich unverständlich, denn es ist der wichtigste Versorgungsbereich.“ So Prof. Dr. Michael Isfort, Professor für Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung an der Katholischen Hochschule NRW sowie stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP).

Zu dieser Berichterstattung trägt er mit dem „Pflege-Thermometer“ bei. Zwei wichtige Ergebnisse 2018: „Wir gehen alleine in diesem Sektor von rund 17.000 derzeit offenen und sofort zu besetzenden Stellen aus. Dass der Eintritt ins Rentenalter der Hauptfluktuationsgrund ist, hat uns erstaunt.“ „Pflegende sind in aller Regel ... nicht mit ihrem Beruf oder den Berufsinhalten unzufrieden, sondern meist mit den aktuellen Arbeitsbedingungen und -belastungen. … Denn die Pflege als Beruf ist weiterhin attraktiv und sinnstiftend.“ Dieser Unterschied ist wichtig.

Interviews mit Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR)

„Mir persönlich sind die Stärkung der Pflege im ländlichen Raum und eine stärkere Ausrichtung der Pflege auf Vorbeugung wichtig.“ So Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, im „Monitor Pflege“-Interview.

„In der Pflege wurde in der letzten Legislaturperiode viel an Reformen umgesetzt. Allerdings wurden die beruflich Pflegenden dabei stark vernachlässigt.“ Der Koalitionsvertrag der neuen Regierung bietet Potenzial, ist aber „leider wenig konkret bzw. weder finanziell noch strukturell ordentlich abgesichert.“ Was hat der Deutsche Pflegerat vor, damit die notwendigen Entscheidungen besser ausdifferenziert und richtig in Gesetzesform gebracht werden? Lesen Sie dazu die Aussagen von Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates, im „Monitor Pflege“-Interview.

Wissenschaftliche Beiträge

Witte und Zahn analysieren für die beiden Flächenländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit hohen Pflegeprävalenzen und altersassoziierten Erkrankungen (z.B. Demenzen) die Entwicklung der Inanspruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung zwischen den Jahren 2011 und 2015. 2014 hatte fast jeder dritte Demenzkranke noch keine Pflegestufe. Mit der Einführung der Pflegegrade 2017 ist mit einem deutlichen Anstieg der Demenzkranken mit Pflegegrad zu rechnen. Fast zwei Drittel der 60+-jährigen AOK-Nordostversicherten mit Demenz und Pflegestufe wurden 2015 in der eigenen Häuslichkeit gepflegt. Die Nutzung der Tagespflege lag 2015 nur bei 14 %.

Köster-Steinebach betrachtet Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen aus Patientenperspektive. Es besteht die Gefahr, dass dauerhaft ein Pflegeniveau festgelegt wird, das unterhalb des Standards von ausreichend und zweckmäßig liegt. Damit wird dieses Niveau auch dem Selbstverständnis der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gerecht. Die Anforderungen an die Pflegepersonalausstattung müssen in Abhängigkeit vom individuellen Pflegebedarf festgelegt werden. Dafür brauchen wir bessere Instrumente zur Erhebung des Pflegebedarfs.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling und wieder interessante Lektüre mit vielen Informationen, die Sie für Ihre Arbeit nutzen können. <<


Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“


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„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat, spectrumK und der Schlüterschen publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier geleitet.

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