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Editorial

Noch lange nicht da, wo wir hinwollen

>> Titelinterview mit Professorin Dr. Margareta Halek, Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke
Im Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke basiert die Pflege auf drei Säulen: Pflegeforschung, generalistische Praxisentwicklung und erweiterte Pflegepraxis. Dazu gehört auch der innovative Masterstudiengang Community Health Nursing, der sich mit Gesundheitsförderung und Prävention in den Kommunen beschäftigt.
Die akademische Pflegelandschaft befindet sich zur Zeit „in einer ziemlich chaotischen Phase“, sehr vielfältig - aber auch unübersichtlich“. Es braucht einen deutlich besseren Überblick und eine bessere Abstimmung mit dem Bedarf in der Pflegepraxis. In der Pflege gilt jedenfalls, wie in anderen Fachgebieten auch: „Qualität kostet!“ Man kann die akademische Ausbildung nicht gegen die Praxiserfahrung ausspielen. „Wir brauchen beides: Wissenschaft und Praxis.“
Und trotz vieler erfolgreicher Projekte und moderner Apps gilt „die Erkenntnis, dass wir noch lange nicht da sind, wo wir hinwollen. Denn es fehlen jede Menge Daten, auf deren Basis das System eine begründete Entscheidung treffen könnte.“ Darum hat die Pflegewissenschaft noch sehr viel zu tun. Ein sehr interessantes Gespräch über die vielen Aspekte und Entwicklungen moderner Pflege.

Interview mit Patrick Scheidt, Elsevier, zum Thema Care Decision Support
Auch für die Pflege gibt es mittlerweile etliche digitale Anwendungen für Pflegediagnose und Pflegeplanung. Laufen in der elektronischen Patientenakte alle Fäden zusammen, kann aus den Daten „eine Pflegediagnose abgeleitet und darauf basierend ein Pflegeplan erstellt“ werden. Wie ein solches Care Decision Support System arbeitet und wie es eingesetzt werden kann, erklärt Patrick Scheidt im Interview. Zum Teil ist das Zukunftsmusik, zum Teil schon Gegenwart.

6. Berliner Pflegekonferenz
„Es tut sich was“, so Staatssekretär Andreas Westerfellhaus. „Ich bin froh, dass das Gesetz für bessere Pflegelöhne durch den Bundestag ist, genauso wie das Angehörigen-Entlastungsgesetz“, so Familienministerin Dr. Franziska Giffey. Wir berichten in dieser Ausgabe ausführlich über die Berliner Pflegekonferenz, bei der sich am 7. November nationale und internationale Akteure aus Politik, Wissenschaft und Forschung trafen.

Angehörigen-Entlastungsgesetz
„Die Situation ist für Pflegekräfte wie für Pflegebedürftige nicht mehr hinnehmbar“, so Ulrich Bauch, Bundesgeschäftsführer des ASB Deutschland bei der Anhörung zum Gesetz für bessere Löhne in der Pflege. Am 7. November hat der Bundestag das Angehörigen-Entlastungsgesetz beschlossen; am 29. wurde es vom Bundesrat verabschiedet. Damit sollen unterhaltspflichtige Eltern und Kinder von Sozialhilfe-Leistungsbeziehern finanziell spürbar entlastet werden und es soll mehr Planungssicherheit für Menschen mit Behinderungen schaffen.

Wissenschaftlicher Beitrag
Köster-Steinebach diskutiert verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegepersonalausstattung auf Grundlage des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes. Aufgegriffen werden insbesondere Ansätze rund um die Förderung der Pflegeausbildung, die Neuordnung der Pflegeentgelte und die Pflegepersonaluntergrenzen. Auf dieser Grundlage wird die Initiative einiger Verbände zur Entwicklung eines am individuellen Pflegebedarf orientierten Pflegepersonalbemessungstools vorgestellt. Die Ausstattung mit Pflegepersonal ist für das Funktionieren eines qualitativ hochwertigen Gesundheitswesens besonders wichtig, daher muss die Pflege- und Versorgungsforschung diesen Prozess in seinen Schritten immer wieder evaluieren und korrigieren.

Ich wünsche Ihnen frohe Festtage, einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr 2020. Sowie natürlich, wie immer, interessante Lektüre mit vielen Informationen, die Sie für Ihre tägliche Arbeit nutzen können. <<

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“

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Aktuelle Ausgabe

„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und spectrumK publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier übernommen. Redaktionsleiterin ist Kerstin Müller M.A.

 

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