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„Corona und die Pflege: Lektionen der Pandemie und Konsequenzen für die Pflegepolitik“

28.10.2022 10:29
heits- und Pflegebereich. Egal ob in den Pflegeeinrichtungen oder in den Krankenhäusern – überall arbeiten die Pflegenden unter großen Belastungen und Herausforderungen, die leider schon fast zum Normalzustand geworden sind. Doch das dürfe nicht hingenommen werden, mahnt die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, MdB. Sie ist am 14. Dezember um 18 Uhr mit ihrem Vortrag „Corona und die Pflege: Lektionen der Pandemie und Konsequenzen für die Pflegepolitik“ zu Gast im Deutschen Pflege Forum, Berlin.

Die Pflegebevollmächtigte wird zur aktuellen Situation referieren. Sie gibt einen Einblick in ihre Themen: "Der Pflegebonus, der den Pflegenden für ihre besonderen Belastungen in der Pandemie zusteht, ist lediglich als Geste der Anerkennung zu verstehen. Wichtiger sind Maßnahmen, die nachhaltiger sind. So muss seit September in allen Pflegeeinrichtungen eine Bezahlung nach Tarif erfolgen. Das ist ein großer Fortschritt für die Pflege- und Betreuungskräfte, die bislang nicht nach Tarif bezahlt wurden. Bezahlung ist ein wichtiger Faktor für die Arbeitszufriedenheit, aber bei weitem nicht der alleinige.

Für eine angemessene Personalausstattung müssen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern endlich bedarfsgerechte Personalbemessungsinstrumente eingeführt werden, um eine gute Versorgungsqualität zu gewährleisten. Um ausreichend qualifizierte Pflegekräfte gewinnen und halten zu können, müssen die Ausbildungszweige in der Pflege attraktiver gestaltet werden. Die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung war dazu ein wichtiger Meilenstein. Die steigenden Zahlen der Auszubildenden in der Pflege bestätigen, dass die Neuorganisation der Ausbildung ein wichtiger Schritt war, um den Pflegeberuf zu modernisieren und ihn zu einem noch attrakti- veren Beruf zu entwickeln.

Alle Menschen, die an einem Beruf in der Pflege interessiert und dafür geeignet sind, müssen eine gute Perspektive haben. Die Aufgaben- und Karrieremöglichkeiten sind in der Pfle- ge sehr vielfältig. Von Pflegehelfern, dreijährig examinierten bis hin zu akademisierten Pflegefachkräften werden die verschiedenen Qualifikationen in der Versorgung gebraucht. Dafür müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen stimmen und muss das Pflegestudi- um attraktiver gestaltet werden. Deshalb wurde im Koalitionsvertrag vereinbart, dass angehende Pflegekräfte, die sich im Studium befinden, eine angemessene Ausbildungsvergütung erhalten sollen. Dieses Vorhaben muss schnell umgesetzt werden, um Studierende nicht zu verlieren und um zukünftig noch mehr Pflegestudienplätze besetzen zu können. Unterschiedliche Qualifikationen in der Pflege bereichern die Versorgung und ermöglichen eine effizientere Aufgabenteilung zum Wohle der zu versorgenden Menschen."

Der Vortrag findet am 14. Dezember um 18 Uhr im Einsteinsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt, Jägerstraße 22 – 23, 10117 Berlin statt. Hier geht's zur Anmeldung.