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Fachkraftquote in der Altenpflege von großer Bedeutung

11.09.2017 10:51
Eine gute personelle Ausstattung in der Altenpflege wird aufgrund des demografischen Wandels künftig noch wichtiger werden, als sie es heute bereits ist. Die Personaldecke weiter auszudünnen kommt deshalb nach Meinung des DBfK Nordwest nicht in Frage. Für Veränderungen an der Fachkraftquote müssen die gleichen Maßstäbe gelten wie für die Einführung des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) und die Entwicklung von Personalbemessungsinstrumenten, lautet daher die Forderung des Verbandes.

Diese müssten auf der Basis wissenschaftlicher evidenzbasierter Erkenntnisse erfolgen. Bis diese vorlägen sei eine Reduzierung der Fachkraftquote undenkbar.

Die Diskussion um die Fachkraftquote verhindere Maßnahmen zur Steigerung der Ausbildungskapazitäten und zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tarifliche Entlohnung sowie neue Arbeitszeitmodelle. All das sei aber notwendig, um ausreichend Pflegenachwuchs zu gewinnen. Durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnten zudem versteckte Ressourcen, also Teilzeitbeschäftigte, die dann eher bereit sind mehr zu arbeiten und Pflegende die den Beruf verlassen haben, für einen Vollzeitjob in der Pflege zurückgewonnen werden.

Außerdem bedeute eine Absenkung der Fachkraftquote unkalkulierbare Risiken für die Pflegequalität und für die Gesundheit der zu Pflegenden. Ernstzunehmende internationale Studien wiesen daraufhin, dass mit zunehmendem Bildungsniveau auch die Pflegequalität steige.

Die Wichtigkeit ihrer Forderungen werde unter anderem auch durch die Äußerungen von MDB Erwin Rüddel (CDU) deutlich. Dieser wolle die Fachkraftquote in der Altenpflege von 50 auf 40 Prozent absenken und die dann fehlenden 10 Prozent durch Pflegekräfte mit zweijähriger Ausbildung ersetzen.

„Mit dieser Aussage outet sich der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU Fraktion Rüddel endgültig als „Scherge“ der privaten Arbeitgebervertreter in der Altenpflege“, sagt der DBfK Vorstandsvorsitzende Martin Dichter. „Herr Rüddel und die privaten Arbeitgebervertreter handeln fahrlässig und verantwortungslos gegenüber den pflegebedürftigen Menschen und den Pflegenden in der stationären Altenpflege. Die von ihnen geführte Diskussion führt zudem nur dazu, dass sich noch mehr Pflegende von ihrem Beruf abwenden und frustriert aufgeben und junge Menschen keine Zukunft in dem Beruf sehen“, so Dichter weiter.

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