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Pinkwart besuchte hsg

30.01.2018 12:22
Prof. Dr. Andreas Pinkwart, nordrhein-westfälischer Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, hat sich bei seinem Besuch der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum am 29. Januar 2018 erfreut gezeigt, „das fertig zu sehen, was wir gemeinsam geplant haben. Es ist ein schöner Campus geworden“.

Im Mai 2009 hatte die Landesregierung auf Grundlage einer Expertenkommission entschieden, den Sitz des Gesundheitscampus NRW in Bochum zu etablieren und dort als zentralen Bestandteil die bundesweit erste Fachhochschule für Gesundheitsberufe zu errichten. Ziel war es, Nordrhein-Westfalen zu einer führenden Gesundheitsregion in Europa zu machen. Andreas Pinkwart gehört als damaliger Wissenschaftsminister zu den Gründungsvätern der Hochschule.

Dass die Digitalisierung in Lehre und Forschung spielt und die Zusammanarbeit auf dem Gesundheitscampus sowie mit der Wirtschaft aussieht, präsentierte die hsg dem Minister:

"DiPS_Lab": Partizipative Sozialraumanalyse

Im so genannten "DiPS_Lab", also im Labor für digitale Methoden der partizipativen Sozialraumanalyse der hsg, erläuterte Prof. Dr. Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit der hsg, dem Politiker, welche digitalen Methoden in der Forschung und Lehre an der Hochschule eingesetzt werden. Im "DiPS_Lab" können Informationen über die individuelle Wahrnehmung von Räumen verknüpft und visualisiert werden. Köckler: „Beispielhaft haben wir dem Minister ein Projekt zur gesundheitsfördernden Stadtentwicklung auf dem Maptable gezeigt, der eine interaktive Nutzung der Daten ermöglicht.“

"HebAB.NRW": Forschungsprojekt in der Hebammenwissenschaft

Prof. Dr. Nicola Bauer, Leiterin des Studienbereichs Hebammenwissenschaft, stellte aus ihrem Fachbereich das Forschungsprojekt "HebAB.NRW" vor, in dessen Rahmen ab Februar 2018 alle Hebammen in NRW sowie etwa 3000 Mütter befragt werden. Zudem präsentierte sie einen Neugeborenen-Simulator, der realistische Eigenschaften eines deprimierten Neugeborenen simulieren kann und im Bachelor-Studiengang Hebammenkunde für Trainings von Notfallsituationen eingesetzt wird.

"Train2Hear": Individualisiertes Hörtraining

Das Forschungsprojekt "Train2Hear" – Teletherapie bei Hörstörungen mittels adaptiver Trainingsmodule‘ wurde dem Wirtschaftsminister als ein Beispiel für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft vorgestellt. In diesem Projekt entwickelt und erprobt die hsg seit März 2017 in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Klinikum Bochum (St. Elisabeth-Hospital), der Ruhr-Universität Bochum, der Q2Web GmbH und der Kampmann Hörsysteme GmbH ein digitales individualisiertes Hörtraining für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen. Das Projekt unter der Konsortialführung von Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vize-Präsidentin für den Bereich Forschung an der hsg, wird über den Leitmarktwettbewerb "LifeSciences.NRW" des Landes NRW mit rund 500.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bis Ende Februar 2020 gefördert.

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