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Westerfellhaus besucht DIP

11.09.2018 12:18
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, hat das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln besucht. Westerfellhaus hob die Bedeutung des DIP für die Entwicklung der Pflege in Deutschland hervor und betonte: „Pflegeforschung und -wissenschaft haben hierzulande noch nicht den Stellenwert wie in anderen Ländern“. Das müsse sich unbedingt ändern.

„Versorgungssicherheit kann nur mit einer starken und professionellen Pflege im Zusammenspiel mit den anderen Gesundheitsdisziplinen gewährleistet werden“, so Westerfellhaus, „und dazu sind Forschung und Entwicklung unverzichtbar!“.

Im Gespräch mit der Institutsleitung wurden aktuelle Projektschwerpunkte aus den Bereichen Pflegeprävention, Berichterstattung, Fachkräftesicherung, Pflegebildung und Digitalisierung vorgestellt und diskutiert. Professor Frank Weidner, Gründer und Leiter des DIP, hob hervor: “Wir brauchen in Zukunft viel mehr innovative Versorgungskonzepte in der Pflege und die fallen nicht vom Himmel! Zur Entwicklung brauchen wir erheblich mehr Investitionen in die Pflegewissenschaft durch Bund und Länder“. Diese Aspekte berührten auch Fragen der Fachkräftesicherung. Westerfellhaus pflichtete dem bei: “Im internationalen Vergleich arbeiten in Deutschland noch viel zu wenig akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen in der direkten Patientenversorgung.“ Die Chancen einer wissenschaftsfundierten Pflege würden hierzulande immer noch unterschätzt.

Westerfellhaus hatte mit seinem Positionspapier „Mehr PflegeKRAFT“ kurz nach seinem Amtsantritt neue Vorschläge zum Sofortprogramm der Bundesregierung für die Pflege in die Debatte eingebracht. Neben Vorschlägen zu steuerfreien Prämien zur Gewinnung von Fachpersonal schlägt er darin auch befristete Modelle zum vollen Lohnausgleich bei 80%iger Beschäftigung vor. Zusätzlich mahnt er eine Ausbildungsoffensive im beruflichen und akademischen Bereich an.

Das DIP ist ein gemeinnütziges und unabhängiges Forschungsinstitut, das ohne staatliche oder anderweitige finanzielle Grundförderung nach eigenen Angaben seit mehr als 18 Jahren rund 130 Pflegeprojekte im Volumen von rund 13 Mio. Euro bearbeitet hat.

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