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Schulterschluss zwischen pflegenden Angehörigen und den beruflich Pflegenden

10.07.2018 10:23
„Wir benötigen in der Gesellschaft einen Schulterschluss zwischen pflegenden Angehörigen und den beruflich Pflegenden. Leider habe ich in den aktuellen politischen Debatten den Eindruck, dass diese beiden Personen- und Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Aus meiner Sicht ist das eine ganz falsche Botschaft“, erklärte Dr. Tanja Segmüller, Vertretungsprofessorin für Alterswissenschaften an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum).

Die 1:1-Betreuung zu Hause sei nicht vergleichbar mit der Betreuung in Pflegeheimen, in denen zum Teil in der Nacht von einer 1:60 oder 1:80 Betreuung gesprochen werde. Segmüller: „Solange wir die Arbeitsbedingungen in der Pflege nicht ändern, werden immer mehr Menschen aus der professionellen Pflege herausgehen. Die Arbeitgeber, die Politik und die Interessenverbände der Pflege müssen an diesem Punkt unbedingt ansetzen.“

„Die pflegenden Angehörigen bringen sich häufig ganz und gar in die Pflege ein. Bedauerlicherweise achten sie dabei zu wenig auf die eigene Gesundheit, was für jeden einzelnen fatal werden kann und zum Teil auch wird. Es müssten und könnten von pflegenden Angehörigen viel mehr Hilfen in Anspruch genommen werden. Es gibt sehr viele Unterstützungsmöglichkeiten, wie die ambulante Pflege, Betreuungsdienste oder die Tagespflege. Die Inanspruchnahme ermöglicht Auszeiten – egal, ob für einen Urlaub oder ein paar Stunden pro Woche“, machte die Vertretungsprofessorin auf einen Umstand aufmerksam, der dazu führt, dass pflegende Angehörige selbst erkranken.

„Leider erleben wir es immer wieder, dass pflegende Angehörige aufgrund des körperlichen und seelischen Einsatzes selbst erkranken und nicht selten eher versterben als die Pflegebedürftigen“, sagte Tanja Segmüller und empfahl dringend auch als pflegender Angehöriger auf seine eigene Gesundheit zu achten.

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