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Pflege-Risiko: 80 Prozent mehr Druckgeschwüre

13.10.2022 12:41
Ob zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus – langes Liegen oder Sitzen birgt für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, ein großes Risiko: schmerzende und teils offene Druckgeschwüre – auch Dekubitus genannt. Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse ist der Anteil der Betroffenen stark gestiegen. Demnach mussten im vergangenen Jahr rund 80 Prozent mehr Menschen aufgrund einer solchen Hautschädigung ärztlich behandelt werden als noch vor zehn Jahren.

„Das ist eine alarmierende Entwicklung, die sicherlich auf unseren demografischen Wandel und die alternde Bevölkerung zurückzuführen ist“, erklärt Friederike Beister, Pflegeexpertin der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Denn vor allem bei Menschen über 70 Jahren tritt Dekubitus vermehrt auf. Fast drei Prozent der Versicherten ab diesem Alter waren im Jahr 2021 von einem Druckgeschwür betroffen.

Auch wenn die Gefahr „Dekubitus“ in der Pflege inzwischen hinlänglich bekannt ist, erfolgt die Versorgung nicht immer nach medizinischen Expertenstandards. „Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Pflegepersonal, pflegende Angehörige und Betroffene wissen, welche Präventionsmaßnahmen getroffen werden können und wie bei ersten Anzeichen für einen Dekubitus bestenfalls reagiert werden sollte“, sagt Friederike Beister.

Ein Wundgeschwür entwickelt sich langsam durch konstanten Druck auf dieselbe Stelle. Aus den zunächst oberflächigen Rötungen können tiefe, schmerzhafte Wunden werden. Die Heilung kann je nach Größe sehr langwierig sein. Um über die Gefahren und konkreten Möglichkeiten der Vorsorge zu informieren, veranstaltet die KKH in Kooperation mit der famPLUS GmbH am Dienstag, 18. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr ein Online-Pflegeseminar. Die Teilnahme ist auch für Nicht-KKH-Mitglieder kostenlos. Anmeldungen sind im Internet unter kkh.de/online-pflegeseminare möglich.