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Prof. Dr. Annegret Horbach Honorarprofessorin an der PH Schwäbisch Gmünd

04.04.2019 15:56
Prof. Dr. Annegret Horbach, seit 2008 Professorin für klinische Pflegewissenschaft und -forschung am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), wurde zur Honorarprofessorin an der Pädagogischen Hochschule (PH) Schwäbisch Gmünd bestellt. PH-Rektorin Prof. Dr. Claudia Vorst überreichte im März 2019 die Urkunde an Horbach.

Als Gründungs- und Vertretungsprofessorin der PH habe Horbach gemeinsam mit Prof. Dr. Johann Behrens den Grundstein für den primärqualifizierenden Bachelor-Studiengang Pflegewissenschaft an der Gmünder PH gelegt, der im Wintersemester 2017/2018 startete.

Annegret Horbach bringe an der Frankfurt UAS ihre fachliche Expertise derzeit insbesondere in den Master-Studiengang „Advanced Practice Nursing“ (APN) und den interdisziplinären Master-Studiengang „Barrierefreie Systeme“ (BaSys) ein, den sie über Jahre leitete. Inzwischen ist sie Prüfungsausschussvorsitzende von BaSys und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats im Modellprojekt „Inklusive Hochschulen in Hessen“. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der quantitativen und qualitativen Pflege- und Versorgungsforschung. Hier befördert sie nach Angaben der UAS die in der Pflege in Deutschland selten anzutreffenden randomisierten kontrollierten Studien (RCT´s), Forschung zu komplexen Interventionen, Untersuchungen mit quantitativen Forschungsdesigns und sogenannten Mixed Method Designs (einer Kombination von quantitativen und qualitativen Methoden).

 

Neben der pflegerischen Expertise sei ihr dabei die Perspektive der Patientinnen und Patienten wichtig. Daher forsche sie über Sektorengrenzen des Gesundheitssystems hinweg und nimmt beispielsweise das Thema Schlaganfall vom Akutereignis (Rettungskette) über Krankenhausaufenthalt und Frührehabilitation bis Arbeitsplatzgestaltung und Wohnraumanpassung in den Blick – auch bezüglich Technologien und Architektur.

 

Fachdisziplinen wie Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaften seien an deutschen Universitäten nicht oder nur am Rande vertreten, sagt Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. Das erschwere die Grundlagenforschung. Studierenden dieser Fachrichtungen, die überwiegend an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften angesiedelt seien, eröffne sich eine Promotionsmöglichkeit bislang nur über die Kooperation mit einer Universität in einem naheliegenden Fach, beispielsweise Erziehungswissenschaft. „Die Akademisierung der Pflege gewinnt inzwischen zunehmend an Bedeutung. Die besonders qualifizierten Absolventinnen und Absolventen unserer Masterstudiengänge leisten längst wichtige Beiträge zur angewandten Forschung“, so  Dievernich weiter. Es sei daher ein folgerichtiger Schritt, dass sie dies auch mit einer Doktorarbeit untermauen könnten.

 

Horbach engagiere sich seit Jahren für den wissenschaftlichen Nachwuchs und hat mit Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) ein kooperatives Promotionskolleg initiiert. Sie verfügt über ein breites wissenschaftliches wie praxisbezogenes Netzwerk, wurde vom Deutschen Pflegerat in die Gruppe Gesundheitsfachberufe des deutschen Cochranezentrums entsendet und ist im Innovatorenatlas gelistet, der Akteure und Aktivitäten der Interventionsforschung in Deutschland ausweist.

 

„Ich danke der PH Schwäbisch Gmünd sehr für die Auszeichnung und den Weitblick, den sie damit erneut unter Beweis stellt“, sagte Horbach. „Ich freue mich sehr, dass wir nun unseren Master- und Diplomabsolventinnen und -absolventen die Möglichkeit zur Promotion bieten können und ich sowohl Betreuungen als auch Begutachtungen übernehmen kann.“

 

Von ihrer Bestellung zur Honorarprofessorin profitiere die PH Schwäbisch Gmünd, weil sie sich damit zusätzliche Expertise für die Lehre sichere. „Von den Ergebnissen der künftigen Promotionen profitieren beide Hochschulen“, betont die Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin. „Zukünftig befördern möchte ich auch transdisziplinäre und professionsübergreifende Forschung und Praxis, die aus meiner Sicht Schlüssel zur besseren Patientenversorgung sind. Hierzu möchte ich aktuelle und zukünftige Kooperationspartner in Wissenschaft und Praxis ebenso wie promotionsinteressierte Pflegende ausdrücklich einladen.“

 

Zur Person Prof. Dr. Annegret Horbach:

Annegret Horbach studierte Diplom Pflege- und Gesundheitswissenschaften sowie Wirtschaftsinformatik an der Universität Halle Wittenberg (MLU) und setzt sich für die pflegepraktische Tätigkeit von klinischen Professorinnen und Professoren (parallel zu deren Forschungs- und Lehrauftrag) ein.

Die gelernte Krankenschwester ist u.a. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft und des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin des Deutschen Netzwerks für Advanced Practice Nursing & Advanced Nursing Practice, Mitbegründerin des Vereins zur Förderung eines Nationalen Gesundheitsberuferats e.V. sowie Sprecherin der Bundesarbeitsgruppe Pflegeforschung/Qualitätsmanagement des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe und der AG Reha-Pflege der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V.

 

Sie verfügt über eine breite pflegefachliche bzw. wissenschaftliche Expertise in operativen Fachdisziplinen, in der Intensivpflege und bei Rückenmarkverletzungen. Vor ihrem Ruf an die Frankfurt UAS war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät der MLU sowie Projektleiterin bei der Robert-Bosch-Stiftung im Bereich Gesundheit und Humanitäre Hilfe.

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