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VdPB setzt auf Information statt Impfpflicht für Pflegende

12.01.2021 12:41
Statt über eine dezidierte Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen zu diskutieren, fordert die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) intensive Information und Aufklärungsarbeit in den Einrichtungen sowohl durch die bayerische Staatsregierung als auch von Seiten der Arbeitgeber.

„Eine Impfpflicht für Pflegende lehnen wir grundsätzlich ab und halten sie auch für eine falsche Strategie bei der Bewältigung der Corona-Pandemie“, reagiert VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner auf die jüngsten Forderungen des bayerischen Ministerpräsidenten. Umfassende Information sei das Mittel der Wahl, nur durch Überzeugung könne man einen wirksamen Schutz der besonders vulnerablen Gruppen erreichen.

Eine Informationsveranstaltung, die die VdPB bereits im Dezember beruflich Pflegenden online angeboten hat und in Kürze wiederholen will, habe deutlich gezeigt, dass das Informationsbedürfnis in der Berufsgruppe außerordentlich groß sei und ebenso sachliche wie neutrale Aufklärung auch zögerliche Pflegende von der Notwendigkeit der Impfung gegen Covid-19  überzeugen kann. „Die zahlreichen Meldungen, die in jüngster Vergangenheit über eine ausgewiesene Impfskepsis der Pflegenden berichtet haben, entbehren einer fundierten und belastbaren Zahlengrundlage durch repräsentative Umfragen. Auch wenn wir selbst in manchen Bereichen eine gewisse Zurückhaltung erleben, können wir eine generelle Ablehnung nicht bestätigen. Für die Akutpflege hat die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) das bereits zurückgewiesen und dem Klinikpersonal eine hohe Impfbereitschaft bescheinigt, die unsere punktuellen Erfahrungen ebenfalls bestätigen“, erläutert Sigl-Lehner.

Die Einwände und Befürchtungen, die in der Berufsgruppe gegen die Covid-19-Impfung bestünden, nehme man ernst und begegne ihnen mit Fakten aus den Studien sowie dem Angebot, individuelle Fragen an ausgewiesene Experten zu richten. „Auch wir können eventuell auftretende unerwünschte Nebenwirkungen der Impfung nicht einfach leugnen, aber wir können ihnen die belegten und bekannten Risiken einer Corona-Infektion nüchtern entgegenhalten und so Überzeugungsarbeit leisten“, erklärt Sigl-Lehner, der selbst bereits eine Impfung erhalten hat, weiter.

„Wir werden weiterhin auf die Strategie der Information durch Experten setzen und unser Angebot in diese Richtung noch weiter ausbauen. Wir sind uns sicher, dass wir – möglicherweise in Kooperation mit der Staatsregierung – damit unser Ziel einer hohen Impfquote in der Berufsgruppe eher und nachhaltiger erreichen als durch eine Impfpflicht, die dem großen Verantwortungsbewusstsein nicht gerecht werden würde, mit dem die beruflich Pflegenden in Bayern seit fast einem Jahr die Lasten dieser Pandemie tragen“, betont der VdPB-Präsident.

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