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Nominierte des Otto Heinemann Preises 2019 stehen fest

09.10.2019 16:13
Die Nominierten des Otto Heinemann Preises geben Beispiele dafür, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Beruf und Pflege unterstützen können. Der Wettbewerb, ausgelobt von der spectrumK GmbH, dem BKK Dachverband e. V. und dem IKK e. V. würdigt das Engagement von Arbeitgebern. Jetzt wurden die nominierten Unternehmen für 2019 bekanntgegeben. Die Würdigung der Preisträger findet am 7. November 2019 auf der 6. Berliner Pflegekonferenz statt.

Der Fachkräftemangel wird laut der jährlichen Konjunkturumfrage des DIHKs von Unternehmen als das größte Wachstumshemmnis eingeschätzt. Arbeitgeber, die sich für ihre Beschäftigten engagieren, erhalten hier einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. „Eine wachsende Zahl der Beschäftigten muss sich aufgrund des demografischen Wandels gleichzeitig um pflegebedürftige Angehörige kümmern“, erläutert Yves Rawiel, Geschäftsführer von spectrumK und Initiator der Berliner Pflegekonferenz. „Ohne den Einsatz der pflegenden Angehörigen könnten wir die Pflege in Deutschland schon längst nicht mehr bewältigen. Allerdings stellt die Doppelbelastung durch Beruf und Pflege ein erhebliches Risiko für längere Ausfallzeiten und im schlimmsten Fall Burn Out dar.“ Mit dem Otto Heinemann Preis sollen daher Arbeitgeber gewürdigt werden, die ihre Beschäftigten in vorbildlicher Weise unterstützen, beispielsweise durch flexibilisierte Arbeitszeiten oder -orte, betriebliche Beratungsangebote oder bereits dadurch, dass Verständnis bei den Kollegen und Vorgesetzten geschaffen wird.

Die hochrangige Jury nominierte nach Angaben der Initiatoren in drei Kategorien entsprechend der Unternehmensgröße jeweils drei Unternehmen für die Auszeichnung. Bei den Organisationen mit bis zu 500 Beschäftigten wurden die Simonmetall GmbH & Co. KG, die Pflitsch GmbH & Co. KG und die Handwerkskammer Wiesbaden ausgewählt. In der Kategorie mit 501 bis zu 5.000 Beschäftigten fiel die Entscheidung auf die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, die St. Elisabeth-Stiftung sowie die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd. Und aus den Bewerbern ab 5.001 Beschäftigten wurden das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), die MAN Truck & Bus SE, Standort München und die EY (Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) in die Finalrunde berufen.

„Ich freue mich sehr, dass Wirtschaftsminister Peter Altmaier die Schirmherrschaft über den Wettbewerb übernommen hat“, so Rawiel. „Aus meiner Sicht erfahren so die Arbeitgeber, die mit ihren Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, eine ganz besondere Wertschätzung.“ Insbesondere kleine Unternehmen stellt die Vereinbarkeitsthematik aber vor große Herausforderungen. „Zu den besonders stark vom Fachkräftemangel betroffenen Branchen gehört das Handwerk“, erläutert Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e. V.

„Gleichzeitig ist aber für diese Branche mit ihren häufig sehr kleinen Betriebsgrößen die Umsetzung von Maßnahmen besonders schwer.“ Aus diesem Grund prämiert der IKK e. V. in diesem Jahr mit einem Sonderpreis zum Otto Heinemann Preis Konzepte, die explizit diese Herausforderungen adressieren. „Mit dem Wettbewerb bieten wir eine Plattform, gut funktionierende Lösungen publik zu machen und alle beteiligten Akteure in den Austausch zu bringen. So können Angebote und Rahmenbedingungen über alle Branchen und Betriebsgrößen hinweg gewinnbringend weiterentwickelt werden“, ergänzt Rawiel.

Die Plattform, anlässlich derer die Praxisbeispiele prämiert werden, bildet die Berliner Pflegekonferenz, zu der am 7. November 2019 etwa 600 hochrangige Gäste aus bundesweiter Gesundheitspolitik, Länder und Kommunen sowie aus dem Gesundheits- und Sozialsektor erwartet werden. Mit dieser prominenten Plattform möchten die Initiatoren Beispiele guter Praxis in die Öffentlichkeit rücken und zu Vernetzung und Austausch einladen.

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