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"Schlag ins Gesicht"

20.04.2018 10:31
Der Verband der Pflegedirektoren und -direktorinnen an den Universitätskliniken und medizinischen Hochschulen in Deutschland (VPU e.V.) ist entsetzt über die Entscheidung des Universitätsklinikums Mannheim, die zentrale Pflegedirektion abzuschaffen. Das am 19. April veröffentlichte Interview mit Geschäftsführer Prof. Dr. med. Frederik Wenz setzt dieser Entscheidung die Krone auf.

„Das Interview ist ein fatales Signal mangelnder Wertschätzung und ein Schlag ins Gesicht jedes einzelnen Pflegenden. Es zeigt nicht nur, dass die handelnden Personen sich der strategischen und betriebswirtschaftlichen Bedeutung der Pflegedirektion für das Universitätsklinikum nicht im Ansatz bewusst sind. Schlimmer noch: Sie versuchen, den 1.300 Pflegenden die Entscheidung, die den Arbeits- und Entscheidungsbereich jedes einzelnen Pflegenden massiv abwertet, als eine Geste der Wertschätzung zu verkaufen“, kritisiert Torsten Rantzsch, Vorstandsvorsitzender des Managementverbands.

Es geht nicht um den Titel – es geht um die Struktur

Hochleistungspflege, wie sie an diesen Häusern der Maximalversorgung geleistet werde, erfordere einen organ- und erkrankungsübergreifenden Ansatz sowie die klinikweite Einhaltung wissenschaftsbasierter Pflegestandards. Eine zentrale Organisation und Steuerung des Pflegedienstes sei hierfür unabdingbar und international etabliert. Die Entscheidung, das zentrale Pflegemanagement aufzulösen und die entsprechenden Aufgaben an die einzelnen pflegerischen Departmentleitungen zu übertragen, fördere Insellösungen, verhindere betriebswirtschaftlich relevante Synergien und bremse die Professionalisierung der Pflege am Standort Mannheim aus, so der VPU.


Torsten Rantzsch, langjähriger Pflegedirektor und Vorstand am Universitätsklinikum Düsseldorf, ist sicher. „Die Entscheidung wird nachhaltige Auswirkungen haben auf die Pflegequalität, die Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit, das Zertifizierungsergebnis – und auf die Wettbewerbsfähigkeit des Universitätsklinikums.“ Insbesondere im Wettbewerb um qualifizierte Pflegefachpersonen räumt Rantzsch dem Universitätsklinikum künftig geringe Chancen ein: „Mit der Entscheidung, das zentrale Pflegemanagement aufzulösen, hat sich das Universitätsklinikum Mannheim als attraktiver Arbeitgeber für qualifizierte Pflegefachpersonen selbst disqualifiziert“, so Rantzsch.

 

Hier geht es zum Interview mit Professor Dr. med. Frederik Wenz, Geschäftsführer des Universitätsklinikums Mannheim.

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