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Editorial

Pflege macht Fortschritte

>> Titelinterview mit Staatssekretär Andreas Westerfellhaus

„Pflegeforschung und Pflegeversorgungsforschung in Deutschland bilden das Schlusslicht im europäischen und internationalen Vergleich.“ Pflegerische Versorgungsforschung könnte z.B. eine „Antwort darauf liefern ..., warum Sie dreijährig gut Qualifizierte benötigen oder studierte Pflegekräfte einen Mehrwert bieten.“ Dass Evidenz für Deutschland zu oft fehlt, macht es schwerer, Forderungen für die Pflege im politischen System zu begründen und durchzusetzen. So Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bun- desregierung, im Titelinterview. Und zur großen, visionären Aufgabe der Überwindung der Sektorengrenzen in unserem Gesundheitswesen sagt er: „Genau hier kann die Pflege der Motor sein, das aus einem einzigen Grund: Sie hat nichts zu verlieren, sie kann nur gewinnen.“ Insgesamt hat man den Eindruck, in der Pflege geht es zur Zeit trotz aller aktueller Schwierigkeiten entscheidend nach vorn. Ein lesenswertes Gespräch.

5. Berliner Pflegekonferenz

Auch die 5. Berliner Pflegekonferenz zeigte, wie sehr es aktuell vorangeht. Zahlreiche Politiker und Minister waren zu Gast. Bundesministerin Dr. Franziska Giffey, begeisterte als Mit-Initiatorin der „Kon- zertierten Aktion Pflege“ – gemeinsam mit Arbeitsminister Hubertus Heil und Gesundheitsminister Jens Spahn – mit einem leidenschaftlichen Plädoyer: „Wir wollen uns mehr um die Kümmerer kümmern und die sozialen Berufe aufwerten: bessere Arbeitsbedingungen, bessere Ausbildungsbedingungen und eine bessere Bezahlung. Dann wird auch der Pflegeberuf attraktiver.“ Das muss jetzt „nur noch“ tatsächlich umgesetzt werden und in der Pflegerealität ankommen.

DAK-Gesundheit „Pflegereport 2018“

Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, plädiert für eine Deckelung der Eigenanteile von Pflegeleistungen und weist der Pflegeversicherung eine gewichtigere Rolle bei der künftigen Finanzierung der Pflegeleistungen zu. Denn viele Familien können sich Pflegedienste und Heime für ihre Angehörigen nicht leisten. Professor Thomas Klie, Evangelische Hochschule Freiburg, der wissenschaftliche Leiter des Pflegereports: auch der Sicherstellung gleichwertiger Versorgung im Bundesgebiet kommt die Pflegeversiche- rung nicht nach. Er schlägt ein regionales Monitoring der Pflegestrukturen vor, um sowohl Good Practices wie auch Fehler im System zu identifizieren und daraus Lösungen zu entwickeln.

Wissenschaftliche Beiträge

Fecher und Scotti stellen Interventionen mit ihrem Setting, der Kommunikation und dem Therapeu- tenverhalten von Ergotherapeuten bei der Behandlung von Menschen mit Schwerhörigkeit vor. Zwar zählt Schwerhörigkeit nicht zu den ergotherapeutischen Indikationen; eine Hörstörung beeinflusst die Behandlung jedoch, so dass es sinnvoll ist, dass Ergotherapeuten sie einbeziehen.

Runge und Kruskop untersuchen die Wirkung von Haltungstrainern als Präventionsmaßnahme gegen Rückenschmerzen auf Kraft, Mobilität und subjektives Wohlbefinden. Zwar förderte der Haltungstrainer die Rückengesundheit (dynamische und statische Kraftausdauer und Mobilität der Wirbelsäule), allerdings sollte sein Einsatz mit gezielten Kraftübungen und Bewegungseinheiten am Büroarbeitsplatz kombiniert werden.

Ich wünsche Ihnen interessante Lektüre, frohe Festtage, einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr 2019. <<

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“

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Aktuelle Ausgabe

„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat, spectrumK und der Schlüterschen publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier geleitet.

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