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„Wir müssen endlich Farbe bekennen“

24.01.2013 16:20
Die Schlütersche Verlagsgesellschaft hat im September letzten Jahres Harm van Maanen (47) in die Geschäftsführung berufen, dort verantwortet er die Bereiche Fachinformationen und Regionalmedien. Eine seiner ersten Aktionen war es, die Position des 265-jährigen Verlags im digitalen Vermittlungsgeschäft für den Mittelstand im schnell wachsenden Markt der Pflege zu stärken, indem sich die Schlütersche am Hamburger Unternehmen web care LBJ GmbH – der Betreiberfirma von pflege.de – beteiligte. Harm van Maanen, früher Executive Vice Präsident von Springer Medizin, erweitert das Engagement des Verlags mit der Organisation des 2. Deutschen Pflegetags. „Monitor Pflege“ sprach mit ihm über die Hintergründe.
>> Herr van Maanen, Sie sind jetzt seit gut einem Jahr Geschäftsführer der SVG, einem der großen Verzeichnisverlage Deutschlands, der vordergründig nichts mit dem Bereich Gesundheit zu tun hat.
Ich muss Sie etwas korrigieren: Die immerhin schon 1747 gegründete Schlütersche Verlagsgesellschaft ist schon lange kein klassischer Verlag mehr, sondern sieht sich als 360-Grad-Dienstleister für den Mittelstand, der zugeschnittene Services und Produkte aus einer Hand liefert – von Branchenverzeichnissen, Online Marketing Services, crossmedialen Fachinformationen bis hin zu großen Veranstaltungen und Messen, wie wir sie zum Beispiel für den Deutschen Pflegerat mit dem Deutschen Pflegetag im März dieses Jahres durchführen. Und Sie haben es selbst gesagt: vordergründig. Denn in unseren Branchenverzeichnissen finden sich unzählige Firmen, die im Bereich Gesundheit und der Pflege engagiert sind, denen wir mit einem modernen crossmedialen Angebot einen ganz anderen Zugang zu Kunden und Patienten schaffen können als früher, als die Gelben Seiten noch ein gedrucktes dickes Buch waren, in dem man sich die nötigen Services zusammensuchen musste. Dieser Businessansatz hat sich seit langem gravierend gewandelt und wird auch durch meine Aktivitäten doch eher verstärkt. Nur ein Beispiel: Heute werden monatlich rund 1,4 Millionen Arztsuchen über die Gelben Seiten getätigt.

Ebenso hat sich die Schlütersche, kurz SVG, seit 2013 an dem Onlineportal www.pflege.de beteiligt.
Unter anderem. Doch nicht die Beteiligung an sich ist interessant, sondern der Businesscase dahinter. Pflege.de ist im Prinzip eine callcentergestützte Informationsplattform für Dienstleistungen rund um diesen wachsenden Bereich, der mit den aktuellen Pflegestärkungsgesetzen immer mehr in den Fokus der Gesellschaft rückt.

Wie definieren Sie Informationsplattform?
Vielleicht ist der Begriff Serviceeinheit besser. Stellen Sie sich vor: Eine Angehörige ruft bei pflege.de an und möchte wissen, was alles auf sie zukommt, wenn ihre alte Mutter nun kurz davor steht, pflegebedürftig zu werden. Damit sucht diese Frau bei uns Rat und bekommt ihn, und dazu jede Menge Kontakte, die ihr helfen können, beispielsweise das Haus, in dem die Mutter noch lebt, altersgerecht umzubauen, vielleicht auch einen Treppenlift einzubauen, ein Notrufsystem zu implementierten und natürlich auch, einen ambulanten Pflegedienst auszusuchen. Das macht pflege.de heute schon und hilft damit 10.000 Ratsuchenden pro Monat. Tendenz stark steigend.
Wie kommt der Deutsche Pflegetag ins Spiel, den die SVG im März diesen Jahres im Auftrag des Deutschen Pflegerats veranstaltet?
Ich bin zuallererst persönlich davon überzeugt, dass die Pflege ein besonderes und auch langfristiges Engagement vieler Parteien erfordert, denn die Zukunft der Pflege ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Mein Engagement für den Deutschen Pflegetag stammt ursprünglich noch aus meiner Zeit bei Springer, wo ich von 2009 bis 2013 als Executive Vice President den Bereich Professional Medicine verantworten durfte. Das Problem dabei: Für Springer ist die Pflege ein sehr kleines, nationales Thema, in dem sowohl Umsatz als auch Ertrag weit unterhalb der Kennwerte des globalen Geschäfts liegen. Und: Die Eigentümer sind Investoren, die es unwahrscheinlich machen, dass das Thema Pflege in der Priorisierung weit nach oben rutscht.

Bei der SVG ist das anders?
Die Schlütersche ist ein Unternehmen mit einer sehr traditionellen Gesellschafterstruktur, das natürlich auch auf das Geld schaut. Doch wenn man als Geschäftsführer eine nachvollziehbare, gut argumentierte Investition vorschlägt, erhält man sehr viel Spielraum. Neben der gesellschaftlichen Herausforderung, und das ist nicht ganz unwichtig, ist die Pflege ein sehr schnell und sicher wachsendes Wirtschaftssegment. Alle Kennziffern entwickeln sich....
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Ausgabe 01 / 2015

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