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Editorial

>> Titelinterview mit Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege
„Wir sollten die große gesellschaftliche Wertschätzung für Pflegekräfte jetzt nutzen, um Löhne und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.“ „Politisch gewollt war von Anfang an eine finanzielle Anerkennung für alle Pflegekräfte.“ Sagt Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, in unserem Titelinterview. Aber, das umzusetzen, ist leider nicht einfach, wie wir gesehen haben.  

Nicht nur bei der tatsächlichen Zahlung von Prämien gibt es Probleme, auch bei der Verbesserung der Löhne. „Wer seine Beschäftigten anständig bezahlen will, kann gegen Tarifverträge ehrlicherweise nichts einzuwenden haben.“ „Mein Standpunkt ist, dass gute Löhne nur von den Sozialpartnern gemeinsam vereinbart werden können. … Ich würde es begrüßen, wenn die privaten Arbeitgeberverbände das endlich einsehen und für eine flächendeckend bessere Bezahlung sorgen würden, anstatt weiterhin auf Pflege-Mindestlöhne zu setzen.“

Zu den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen: „Mein Kernziel ist die Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen.“ Und gleichzeitig: „Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen zukünftig so ausgestaltet sein, dass Pflegebedürftige nicht überfordert oder zu Sozialhilfeempfängern werden.“

Interview mit Yves Rawiel, spectrumK-Geschäftsführer und Initiator der Berliner Pflegekonferenz
Corona-bedingt findet die Berliner Pflegekonferenz in diesem Jahr weitgehend online statt. Auch in diesem Format will sie eine interdisziplinäre Dialogplattform zur Pflege sein, ein Forum, um innovative Lösungen und intelligente Ideen für die Gestaltung der Pflege zu diskutieren und sich über die aktuell drängenden Fragen auszutauschen. Dazu werden vom 5. bis 12. November 2020 Talk- und Dialogrunden, Best-Practice-Vorstellungen oder Key Notes zu den aktuellen Pflegethemen in zweistündigen Onlinesessions gestreamt. Interaktion mit Referent*innen und Teilnehmer*innen ist auch online möglich und wesentlich. Wir haben dazu ein ausführliches Gespräch mit dem Initiator Yves Rawiel geführt.

Mit einigen der von Herrn Westerfellhaus und Herrn Rawiel angesprochenen Fragen beschäftigen sich auch die Berichte in dieser Ausgabe. Zum einen geht es um die Personalbemessung in der Langzeitpflege. Der Abschlussbericht dazu wurde von der Arbeitsgruppe unter Leitung von Professor Heinz Rothgang vorgestellt. Jetzt geht es um die gestufte Einführung. Wir berichten über die beschämende Umsetzung der Corona-Prämie nur für einen Teil der Pflegenden, die zu Recht viel Unmut geweckt hat. Wir stellen den Pflege-Report 2020 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) mit den Ergebnissen einer repräsentativen Befragung des Instituts Forsa vor. Unter anderem wird deutlich, dass die zeitliche und auch psychische Belastung durch die Pflege sehr ungleich verteilt ist. Ein Viertel der Pflegehaushalte fühlt sich sehr stark belastet. Und zur Finanzierung des Eigenanteils gibt es eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Wissenschaftlicher Beitrag
Hasseler
und Stölting stellen eine erste Version des digitalen Einschätzungsinstrumentes IDA zur Einschätzung gesundheitlicher und pflegerischer Bedarfe von Menschen mit geistigen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen in stationären und ambulanten Wohneinrichtungen vor und diskutieren den Ansatz theoretisch und methodisch. Denn aktuell ist es in den Wohneinrichtungen sowie in der ambulanten und stationären Versorgung oft nur unzureichend möglich, die gesundheitlichen und pflegerischen Bedarfe dieser Menschen passend abzudecken. Das Instrument wird in der Region Braunschweig entwickelt, getestet und evaluiert.
Auch in der andauernden und aktuell noch schwieriger werdenden Situation mit COVID-19 wünsche ich Ihnen interessante Lektüre mit vielen Informationen, die Sie für Ihre tägliche Arbeit nutzen können.

Vor allem: Bleiben Sie weiter gesund! <<

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“

Artikelaktionen
Corona

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Ihre Redaktion von "Monitor Pflege"

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RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Pflege-Wertschätzung nutzen: Die Corona-Lektionen

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Aktuelle Ausgabe

„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und spectrumK publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier übernommen. Redaktionsleiterin ist Kerstin Müller M.A.

 

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