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Experten fordern klare Regeln für Roboter in der Pflege

14.11.2018 11:33
Überall auf der Welt tüfteln Forscher an Robotern, die bei der Versorgung von alten und kranken Menschen helfen könnten. Dr. Rainer Wieching, Bereichsleiter Gesundheit und Prävention an der Universität Siegen, geht davon aus, dass Roboter künftig viele Aufgaben in der Altenpflege übernehmen werden - auch wegen des Personalmangels. Im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" fordert der Experte, Regeln festzulegen.

"Es darf auf keinen Fall so kommen, dass man in einigen Jahren in einem Heim sitzt, und plötzlich kommt so ein Gerät auf einen zugerollt. Das sollte nur mit dem Einverständnis der Betroffenen erfolgen, und es müssen klare Regeln gelten", so Dr. Rainer Wieching.

Auch Professor Oliver Bendel, Experte für Informations-, Roboter- und Maschinenethik von der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch, ist der Meinung, dass jeder Pflegebedürftige selbst bestimmen sollte, ob und wie viel Roboterhilfe er in Anspruch nehmen will. "Am besten stellt man das in seiner Patientenverfügung klar." Mögliche Probleme sieht er zudem beim Datenschutz. "Roboter sind mobile Spione", betont er. "Sie erfassen und analysieren eine gigantische Menge an hochsensiblen Daten über uns und geben sie weiter."

Bendel plädiert deswegen dafür, nicht jeden Roboter mit allen möglichen Fähigkeiten auszustatten und mit dem Internet zu vernetzen. Prinzipiell aber sieht der Experte intelligente Maschinen positiv. "Denn sie können Pflegekräfte entlasten" - zum Beispiel bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten. Roboter könnten aber weder Pfleger ersetzen noch das Pflegeproblem lösen. "Das kann man nur schaffen, in dem man mehr Stellen schafft, die Gehälter erhöht und die Pflegeberufe attraktiver macht."

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