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Hartwig-Hesse-Stiftung lädt zur Diskussion mit Westerfellhaus über Zukunft der Pflege

28.02.2019 13:09
In der von der Hartwig-Hesse-Stiftung initiierten Diskussionsrunde wurden am 27. Februar mit Staatssekretär Westerfellhaus drängende Herausforderungen in der Pflegebranche diskutiert und Impulse für tragfähige zukünftige Reformen gesetzt.

In der Pflegebranche sind massive Reformen notwendig, um den zukünftigen Anforderungen einer überalternden Gesellschaft gerecht werden zu können. Nach wie vor gebe es zu viele offene Fragen, meint die Hartwig-Hesse Stuftung: Wie können mehr Menschen dazu motiviert werden, in der Pflegebranche zu arbeiten? Welche Maßnahmen, im Sinne von Bürokratieabbau, sorgen tatsächlich für Entlastung sowohl in der operativen Tätigkeit der Mitarbeiter (Entbürokratisierung) als auch bei der strategischen Ausrichtung von Trägern? Von welchen Wohnformen profitieren ältere Menschen und der Pflegesektor gleichermaßen?

Die Hartwig-Hesse-Stiftung, die in Hamburg Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter mit eigenen Einrichtungen als auch die Verwaltung von Häusern anderer Stiftungen bietet, möchte ihr breites und langjähriges Wissen zum Thema in die Diskussion einbringen. Annette Teichler, Vorsitzende des Kuratoriums, erklärt: „Die Stiftung erlebt im Rahmen ihrer täglichen Arbeit hautnah die Bedürfnisse der Pflegekräfte als auch die der älteren Menschen – und das in den unterschiedlichsten Einrichtungsformen, vom stationären Pflegeheim über Tagespflegeeinrichtungen bis zu Servicewohnanlagen. Wir finden es daher wichtig, unsere vielseitigen Erfahrungen zu teilen und damit bei der Entwicklung von tragfähigen Lösungen in der Pflegebranche zu unterstützen.“

Den Auftakt dieses Stiftungsengagements bildete eine Diskussionsrunde im Hartwig-Hesse-Quartier, zu der die Stiftung den Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und Staatssekretär Andreas Westerfellhaus geladen hatte. Mit ihm diskutierten Annette Teichler, Maik Greb, Geschäftsführer der Hartwig-Hesse-Stiftung, Christina Oskui, Angehörige der Wohn-Pflege-Gemeinschaft im Parkquartier Hohenfelde, sowie Andreas Hannemann, Mitarbeiter und Praxisanleiter im Hartwig-Hesse-Haus. Im Plenum saßen rund 40 Entscheider aus dem Pflegesektor.

Staatssekretär Westerfellhaus betonte eingangs: „Ich sage ganz klar: Die Menschen müssen heute und auch in der Zukunft darauf vertrauen können, dass im Fall der Fälle eine gute Pflege vorhanden ist. Darum unterstütze ich auch die vielen Aktivitäten auf Bundesebene, die darauf zielen, die Pflegeberufe attraktiver zu machen, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige noch besser zu unterstützen und moderne Versorgungsstrukturen zu ermöglichen.“

Im Laufe der Veranstaltung wurde unter anderem das Für und Wider der neuen generalistischen Pflegeausbildung diskutiert, die ab 2020 die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege anders strukturiert. Auch setzte sich das Podium mit der Frage auseinander, wie eine bessere Vergütung in der Branche ermöglicht werden kann – auch um dem dramatischen Pflegekräftemangel in Deutschland entgegen zu wirken. Diskussionsbedarf gab es ferner rund um die vielen bürokratischen Hürden, die im Pflegesektor oftmals unnötig Ressourcen binden. Die wichtige Frage „Wie wollen wir im Alter leben?“ wurde am Beispiel neuer integrativer Wohnformen wie dem Hartwig-Hesse-Quartier erörtert, bevor das Podium für Fragen aus dem Publikum geöffnet wurde.

„Die Hartwig-Hesse-Stiftung wird die Ergebnisse der Diskussion sowie weitere relevante Reformansätze in einem Positionspapier zusammenfassen, das wir in den politischen Diskurs zum Thema einbringen möchten“, erklärte Annette Teichler abschließend.

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