Sie sind hier: Startseite News Koalitionsvertrag: Wo ist die Strategie für die Pflege im Krankenhaus?
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Koalitionsvertrag: Wo ist die Strategie für die Pflege im Krankenhaus?

08.02.2018 14:55
Der seit dem 8. Februar vorliegende Koalitionsvertrag ist nach Auffassung des Verbands der Pflegedirektoren und -direktorinnen an den Universitätskliniken und medizinischen Hochschulen in Deutschland (VPU e.V.) wenig geeignet, die Schieflage der Pflege in Deutschlands Krankenhäusern zu lösen. Für Torsten Rantzsch, Vorstandsvorsitzender des VPU e.V., hat man sich nur auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner" geeinigt.

„Die Verhandler haben es bis zuletzt nicht geschafft, eine gemeinsame Vision für die Pflege in Deutschlands Krankenhäusern zu entwickeln. Die im Koalitionsvertrag formulierten Vereinbarungen sind der kleinste gemeinsame Nenner: Absichtserklärungen ohne konkrete Ziele, Umsetzungszeiträume, Ressourcen und Finanzierungsmodelle. Nach einer derart intensiven Sondierungs- und Verhandlungsphase hätte ich zumindest eine Strategie erwartet“, resümiert Rantzsch.

 

Pflege im Krankenhaus – in der Warteschleife

Eine weitere Schwäche des Koalitionsvertrages erkennt Torsten Rantzsch darin, dass die Autoren den Schwerpunkt auf die Altenpflege gelegt haben. Und das, obwohl die Herausforderungen der Pflege in den Krankenhäusern selten zuvor so klar benannt und von Verbänden, Gewerkschaften und Universitäten Maßnahmen zur Lösung dieser Herausforderungen aufgezeigt worden sind wie in den zurückliegenden Monaten. In dem seit dem 8. Februar vorliegenden Koalitionsvertrag finde sich davon wenig. „In den Krankenhäusern fehlen akut rund 50.000 Fachkräfte, perspektivisch deutlich mehr. Die 8.000 angekündigten Stellen in der medizinischen Behandlungspflege sind gut gemeint, helfen den Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern aber nicht weiter – ihren Patienten auch nicht“, so Rantzsch.

 

Im Hinblick auf die Pflege im Krankenhaus haben laut Rantzsch die Autoren des Koalitionsvertrages auf jede Konkretisierung verzichtet, so dass unklar sei, bis wann die Ankündigungen konkretisiert, verabschiedet und umgesetzt würden. Rantzsch: „Der Koalitionsvertrag schickt die Pflege in den Krankenhäusern einmal mehr in die Warteschleife. Aber: Wir brauchen jetzt eine klare Strategie und einen Aktionsplan – nicht erst in grauer Zukunft. Der VPU e.V. bietet erneut an, die künftige Regierung bei der Konkretisierung der erforderlichen Maßnahmen für die Pflege in Deutschlands Krankenhäusern zu unterstützen.“

Artikelaktionen
abgelegt unter: ,
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Nutzung neuer Technologien

Termine
Finanzierung der Pflege im Krankenhaus 11.09.2018 09:30 - 12:55 — Berlin
Kooperationsverträge von Krankenhäusern 26.09.2018 09:30 - 17:30 — Berlin
16. Gesundheitspflege-Kongress 02.11.2018 - 03.11.2018 — Hamburg
Nachlese: Berliner Pflegekonferenz 2017 08.11.2018 - 09.11.2018 — Westhafen Event & Convention Center, Berlin
Kommende Termine…
« August 2018 »
August
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031