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Editorial

Versorgungsforschung für die Pflege

>> Titelinterview mit Frau Professor Dr. Karin Wolf-Ostermann, Universität Bremen
Pflegeforschung sollte „eigenständiger Akteur im Bereich der Versorgungsforschung“ sein. Pflege ist eine „wissenschaftliche Profession mit versorgenden und ... versorgungssteuernden Aufgaben“. So Frau Prof. Wolf-Ostermann im Titelinterview. Die Pflege muss ihren Beitrag und Nutzen für das Gesundwerden und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten besser nachweisen können. Diese Evidenz sollte die Pflegeforschung liefern.

Berliner Pflegekonferenz: Interview Yves Rawiel, spectrumK-Geschäftsführer
Zum 5. Mal richtet spectrumK – gemeinsam mit dem Deutsche Städte- und Gemeindebund und den Dachverbänden der Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen – die Berliner Pflegekonferenz aus. Aus diesem Anlass bringen wir im Vorfeld ein Interview mit Yves Rawiel, dem Geschäftsführer von spectrumK zu den Topthemen dieser interdisziplinären Konferenz.

Interview mit Sandra Mehmecke, M.A., 1. Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen
Die Pflegekammer Niedersachsen ist die bundesweit 3. Pflegekammer und will gemeinsam mit Gewerkschaften und Berufsverband Verbesserungen der pflegerischen Versorgung und der Arbeitsbedingungen der Pflegenden erreichen. Als eine der ersten Aufgaben, wird das Land Niedersachsen ab Januar 2019 die zukünftige Regelung der qualifizierenden Weiterbildung an die Pflegekammer übertragen.

Status: Pflege im Innovationsfonds
Auf einer Doppelseite geben wir Ihnen einen Überblick über vom Innovationsfonds geförderte Projekte im Bereich Geriatrie und Pflege (Neue Versorgungsformen/Versorgungsforschung).

Entwicklung der Pflegefallzahlen in den Bundesländern bis 2035
Das Institut der deutschen Wirtschaft stellt in einer Simulationsrechnung fest, dass aufgrund der Bevölkerungsalterung bis zum Jahr 2035 gut 4 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen sein werden. Und so appelliert die Studienautorin, Dr. Susanna Kochskämper, dringend für Vorsorge auf Bundes- und Länderebene.

Wissenschaftliche Beiträge
Baumgartner und Konrad analysieren moralisch-ethische Fragen zur Fixierung als Zwangsmaßnahme bei Patienten im Delir. Die Häufigkeit von Fixierungen ist stark vom jeweiligen Gesundheitssystem und auch von der einzelnen Klinik abhängig. Häufigster Grund ist die Atemwegsgefährdung, wenn Patienten Beatmungssysteme oder Trachealtuben zu entfernen versuchen. Bei der Fixierung müssen alle gesetzlichen und medizinethischen Grundsätze berücksichtigt werden. Stattdessen gibt es in der Praxis aber keinen einheitlichen, validierten und standardisierten Prozess. Es überwiegen Entscheidungen von Einzelpersonen, meist Pflegekräften; diese basieren sehr häufig auf Intuition und Heuristiken, da für ein analytisches Vorgehen oft keine Zeit bleibt. Dies überlastet die Pflegekräfte und es belastet sie.

Köster-Steinebach analysiert die gesetzgeberischen Vorhaben zur Festlegung der Pflegepersonalausstattung kritisch und kommt zu dem Ergebnis, dass die ab dem 1. Januar 2019 geplanten Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) in der Praxis wenig bis keine Wirkung entfalten werden, da zahlreiche Umgehungsmöglichkeiten bestehen. Das größte Manko sieht sie aber in der mangelnden Validität und Aussagekraft der Qualitätsberichte der Krankenhäuser, die auch für wissenschaftliche Arbeit keine geeignete Grundlage darstellen. Hier liegt eine große Aufgabe für die Pflegeforschung.

Ich wünsche Ihnen einen nach diesem großen Sommer schönen Herbst und hier, wie immer, interessante Lektüre und für Ihre Arbeit nützliche Informationen. <<

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“

Artikelaktionen
Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat, spectrumK und der Schlüterschen publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier geleitet.

Mediadaten

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Wie Patienten bei der Krankheitsbewältigung unterstützt werden können