Sie sind hier: Startseite Editorial
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Editorial

Nicht nur wegen Corona: Notwendige Schritte

>> Titelinterview mit Professorin Dr. rer. medic. habil. Martina Hasseler, Professorin für Klinische Pflege an der Ostfalia Hochschule
Wie gehen wir in der Corona-Pandemie mit pflegebedürftigen Menschen in Pflegeheimen (Hochrisikogruppen) um? Präventive Isolation kann auf Dauer nicht der Weg sein. „Aus meiner Perspektive sind partizipative Ansätze für die Erarbeitung von Ideen erforderlich, um die Frage beantworten zu können, wie wir mit dem Virus und dem Erfordernis, Menschen zu schützen und unser wirtschaftliches und soziales Leben aufrecht erhalten zu können, umgehen können.“ So Professorin Martina Hasseler von der Ostfalia Hochschule im Titelinterview.

Aber auf Dauer muss sich in der Pflege sehr viel mehr tun, damit der allgemeine Goodwill aus der Krise auf Dauer zu echten Verbesserungen für die professionellen Pflegekräfte genauso wie für die Patienten führt. Dazu sind Evidenz und die Ergebnisse von Pflegeforschung entscheidend. Für Frau Professorin Hasseler stehen „… die Befunde aus dem internationalen Raum im Vordergrund, dass akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen einen Unterschied in der Qualität und den Gesundheitsoutcomes der Patientinnen und Patienten sowie den pflegebedürftigen Menschen machen.“ Dies wird in unserem Gesundheitssystem nicht genügend zur Kenntnis genommen. Das muss sich ändern.

„Mehr PflegeKRAFT 2.0“ und Corona-Zwischenbilanz des Pflegebevollmächtigten
Auch Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, formuliert eindeutige Forderungen: 1. Flächendeckend faire Löhne in der Langzeitpflege, 2. Ausreichend Kollegen als Voraussetzung für familienfreundliche Arbeitszeit, 3. Mit Digitalisierung mehr Zeit für Pflege statt für Bürokratie, 4. Mehr Verantwortung durch Heilkundeübertragung, 5. Eine Selbstverwaltung für die Pflege.

Befragung „Pflegerische Versorgung in Zeiten von Corona“
Das Team um Dr. Kira Isabel Hower, Dr. Timo-Kolja Pförtner und Univ.-Prof. Dr. Holger Pfaff hat Leitungskräfte aus ambulanten Pflege- und Hospizdiensten sowie stationären Pflegeinrichtungen und Hospizen zu den Herausforderungen für die Versorgung der Risikogruppe pflegebedürftiger Menschen unter Corona befragt. Lesen Sie die Ergebnisse auf Seite 16 f.

Wissenschaftliche Beiträge
Dudey
präsentiert Befragungen und Datenerhebungen in Sachsen, ergänzt mit bundesweiten Daten, zur Versorgung von Pflegeheimbewohnern mit ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen. Dazu gibt es nach § 119 b SGB V die Möglichkeit, Kooperationsverträge zwischen Ärzten und Pflegeheimen abzuschließen. Diese verbreiten sich allmählich. Aber ein wichtiger Teil der Versorgung findet ohne solche Kooperationsverträge statt. Die Untersuchung zeigt, dass flächendeckend keine allgemeinärztliche Unterversorgung der Pflegeheimbewohner vorliegt. Die fachärztliche Versorgung weist hingegen in manchen Gegenden größere Defizite auf. Telemedizinische Anwendungen haben das Potenzial, die Versorgung der Pflegeheimbewohner zu verbessern.

Gräske, Nisius und Renaud untersuchen Pflege-Bauernhöfe als neue Versorgungsform für Menschen mit Demenz. In Deutschland konnten 34 solche Bauernhöfe identifiziert werden. Regional sind die Angebote ungleich verteilt, ebenso variieren die Betreuungs-, Versorgungs- und Beschäftigungsangebote stark. Studien aus dem europäischen Ausland zeigen positive Effekte auf Lebensqualität und Appetit der Bewohner. Deutsche Studien zu möglichen Effekten bei auf Pflege-Bauernhöfen mit Demenz sind notwendig.

Auch in der weiter andauernden, sehr schwierigen Situation mit COVID-19 wünsche ich Ihnen, wie immer, interessante Lektüre mit vielen Informationen, die Sie für Ihre tägliche Arbeit nutzen können.

Vor allem: Bleiben Sie weiter gesund! <<

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Professor Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Pflege“

Artikelaktionen
Corona

Liebe Leser, Anzeigenkunden, Geschäftspartner und Freunde,

unsere Mitarbeiter sind in den kommenden Wochen zumeist nur noch im Home-Office erreichbar, um der Ansteckungsgefahr in öffentlichen Räumen / Nahverkehr so weit es geht auszuweichen. Bitte nehmen Sie per E-Mail Kontakt auf, danach wird sich die Redaktion und/oder Leserservice/Anzeigenmanagement mit Ihnen in Verbindung setzen.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Redaktion von "Monitor Pflege"

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Nicht nur wegen Corona: Notwendige Schritte

Termine
Berliner Pflegekonferenz 2020 12.11.2020 09:00 - 23:00 — Westhafen Event & Convention Center, Berlin
Kommende Termine…
« August 2020 »
August
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31
Aktuelle Ausgabe

„Monitor Pflege“ versteht sich als unabhängiges, umfassendes und interdisziplinäres Fachorgan für das gesamte Themenfeld Versorgung, Management und Forschung in der Pflege. Die Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und spectrumK publiziert wird, will für die Pflege in Deutschland eine bessere Wahrnehmung im Gesundheitssystem erreichen. Die Herausgeberschaft übernimmt Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion wird von Peter Stegmaier übernommen. Redaktionsleiterin ist Kerstin Müller M.A.

 

Mediadaten

Mediadaten 2020

Jetzt erhältlich

Telematik zur Patienten-Selbststeuerung
Wie Patienten bei der Krankheitsbewältigung unterstützt werden können